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Nahaufnahme von zwei Händen beim Häkeln eines Magic Rings

Magic Ring häkeln (Fadenring): Der Start für jedes runde Projekt

Magic Ring. Klingt wie ein Zaubertrick, und beim ersten Versuch fühlt es sich auch genau so an.

Du legst den Faden irgendwie um deine Finger, häkelst hinein, ziehst an einem Ende, und plötzlich soll sich alles zu einem geschlossenen Ring zusammenziehen. Klingt nach Hexerei. Ist keine.

Der Magic Ring, auch Fadenring genannt, ist einfach nur ein cleverer Start für runde Projekte. Sobald du ihn einmal geschafft hast, fragst du dich, warum er dir vorher Angst gemacht hat.

Hier lernst du ihn, Schritt für Schritt.

Auf einen Blick

  • Magic Ring und Fadenring sind zwei Namen für dieselbe Technik
  • Er ist der Startpunkt für fast jedes runde Häkelprojekt: Tiere, Figuren, Amigurumi
  • Klappt selten beim ersten Versuch, fast immer beim zweiten oder dritten
  • Der Vorteil: keine Lücke in der Mitte, anders als bei der Luftmaschenkette
  • Am besten per Video lernen, nicht aus Text

Was ist der Magic Ring überhaupt?

Der Magic Ring, auf Deutsch Fadenring, ist eine Technik, um ein rundes Häkelprojekt ohne Loch in der Mitte zu starten. Du legst den Faden zu einer Schlaufe um deine Finger, häkelst die ersten festen Maschen direkt in diese Schlaufe, und ziehst dann am kurzen Fadenende, um die Schlaufe komplett zuzuziehen.

Das Ergebnis: ein geschlossener, sauberer Mittelpunkt, ganz ohne sichtbares Loch. Genau das macht ihn zum Standard für Amigurumi, Mützen und alles, was in Runden von innen nach aussen wächst.


Warum nicht einfach eine Luftmaschenkette?

Man könnte ein rundes Projekt auch mit ein paar Luftmaschen starten, die man zu einem Ring schliesst. Geht auch. Aber in der Mitte bleibt dann eine kleine, sichtbare Öffnung zurück, die man am Ende extra zunähen oder verstecken muss.

Der Magic Ring löst genau dieses Problem: Du ziehst ihn am Schluss einfach komplett zu, und die Mitte ist geschlossen. Ein Handgriff, ein sauberes Ergebnis.


Magic Ring häkeln: Schritt für Schritt

1. Schlaufe legen

Leg den Faden so um zwei Finger deiner linken Hand (bei Rechtshändern), dass eine Schlaufe entsteht und das kurze Fadenende hinten runterhängt.

2. In die Schlaufe häkeln

Stich mit der Nadel in die Schlaufe, hol dir den Arbeitsfaden und häkle die erste feste Masche direkt in den Ring hinein. Wiederhole das, bis du die gewünschte Anzahl Maschen hast, meistens sechs.

3. Zuziehen

Zieh jetzt vorsichtig am kurzen Fadenende. Die Schlaufe zieht sich zusammen, die Öffnung in der Mitte verschwindet, und du hast einen geschlossenen Kreis aus festen Maschen vor dir.

4. Runde schliessen

Schliess die erste Runde mit einer Kettmasche in die erste feste Masche, und schon kannst du mit der nächsten Runde weitermachen.

Genau dieser Ablauf ist es, der sich in Textform kompliziert liest und in einem Video plötzlich völlig logisch wird. Im folgenden Video zeigen wir dir wie du den perfekten Magic Ring problemlos hinkriegst.

Und falls dir der erste Schritt trotzdem zu fummelig ist: In jedem Doobs Set liegt der Magic Ring mit den ersten sechs festen Maschen schon vorgehäkelt bei. Du steigst also direkt bei Runde zwei ein.


Die häufigsten Fehler beim Magic Ring

Die Schlaufe rutscht auseinander

Passiert fast jeder und jedem beim ersten Versuch. Halt die Kreuzungsstelle der Schlaufe zwischen zwei Fingern fest, während du die ersten Maschen hineinhäkelst. Nach der zweiten oder dritten Masche wird es stabiler.

Zu fest zugezogen

Wenn du zu kräftig am Fadenende ziehst, kann sich der Ring so eng zusammenziehen, dass du kaum noch mit der Nadel durchkommst. Zieh in kleinen, kontrollierten Schritten.

Falsche Anzahl Maschen gezählt

Gerade am Anfang verliert man leicht den Überblick, wie viele feste Maschen schon im Ring sind. Ein Maschenmarkierer an der ersten Masche hilft, den Überblick zu behalten.


Wofür du den Magic Ring brauchst

Immer dann, wenn ein Projekt rund beginnt und von innen nach aussen wächst. Also praktisch immer bei Amigurumi: Köpfe, Körper, Ohren, fast jedes Teil eines Häkeltiers startet mit einem Magic Ring.

Wenn du den Magic Ring und die feste Masche kannst, hast du bereits die zwei wichtigsten Bausteine für dein erstes Häkeltier beisammen: Nela das Einhorn, Bea die Biene oder Tilu der Tiger.

Empfehlung der Doobs

Magic Ring inklusive, schon vorgehäkelt

Damit du dich nicht gleich am ersten Handgriff festbeissen musst: In jedem Doobs Set ist der Magic Ring bereits vorgehäkelt. Dazu Garn, Nadel, Füllung, Maschenmarkierer, Sicherheitsaugen, Stopfnadel und eine Schritt-für-Schritt-Videoanleitung. Versand in 1–2 Tagen aus der Schweiz.

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Häufige Fragen zum Magic Ring

Was ist der Unterschied zwischen Magic Ring und Fadenring?

Keiner. Es sind zwei Namen für dieselbe Technik. Magic Ring ist der englische, Fadenring der deutsche Begriff, beide meinen den verstellbaren Anfangsring ohne Loch in der Mitte.

Warum klappt mein Magic Ring nicht?

Meistens, weil die Schlaufe beim Hineinhäkeln der ersten Maschen verrutscht. Halt die Kreuzungsstelle fest zwischen zwei Fingern, bis die ersten zwei bis drei Maschen sitzen, dann wird es stabiler.

Kann ich den Magic Ring durch eine Luftmaschenkette ersetzen?

Ja, das geht als Alternative. Der Unterschied: Bei der Luftmaschenkette bleibt in der Mitte eine kleine Öffnung sichtbar, die du separat vernähen musst. Der Magic Ring lässt sich komplett zuziehen und schliesst sauberer ab.

Wie viele Maschen häkle ich in den Magic Ring?

Meistens sechs feste Maschen, das ist der Standard für die meisten Amigurumi-Anleitungen. Manche Projekte starten auch mit acht oder zehn, je nachdem wie schnell das Teil wachsen soll.


Der Magic Ring sieht beim ersten Mal aus wie ein Trick, den du nie hinbekommst. Beim zweiten Mal ist er nur noch eine Gewohnheit.

Masche für Masche. Ganz easy. 🧶

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